Infos zur Grundqualifizierung

Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson

Die Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson umfasst 160 theoretische Unterrichtseinheiten (UE) nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) und ein 20-stündiges Praktikum bei einer erfahrenen Kindertagespflegeperson oder in einer Großtagespflege.

Die für den Erhalt der Pflegeerlaubnis notwendige Infektionsschutz-und Lebensmittelhygieneschulung (4 UE) durch das Gesundheitsamt Lüneburg und die Erste Hilfe für Bildungs-und Betreuungeinrichtungen (9 UE) werden während der Qualifizierung durchgeführt.

Staatl. anerkannte ErzieherInnen und best. pädagogische Berufe dürfen die Qualifizierung auf 80 Unterrichtseinheiten verkürzen.

Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein (Bundes-) Zertifikat.

Anforderungen an künftige Kindertagespflegepersonen — wer kann Kindertagespflegeperson werden?

Kindertagespflege ist für Sie geeignet, wenn Sie gern mit Kindern zusammen arbeiten, eine pädagogische Ausbildung ist keine unbedingte Voraussetzung. Es spielt auch keine Rolle, ob Ihre eigenen Kinder noch sehr klein sind oder bereits das Haus verlassen haben. Wichtig ist Ihre Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des Kindes einzugehen und sie durch Spiel, Bewegung und Beschäftigung zu unterstützen und zu begleiten. Darüber hinaus sollten Sie über die Fähigkeit verfügen, mit unterschiedlichsten Eltern zusammen zu arbeiten. Ihr Interesse an Weiterbildung und an einem regelmäßigen Austausch mit anderen Kindertagespflegepersonen setzen wir voraus. Von Vorteil ist es, wenn Sie planen, die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson langfristig auszuüben.

Für die Hansestadt und den Landkreis Lüneburg ist für die Erteilung einer Pflegeerlaubnis eine abgeschlossene Qualifizierung mit 160 UE und darüber hinaus ständige Weiterbildung für zukünftige Kindertagespflegepersonen seit dem 1. Januar 2005 Bedingung.

Die Fachberatung Kindertagespflege des ev.-luth Kindertagesstättenverbandes Lüneburg bietet, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Jugendhilfeträgern der Hansestadt und dem Landkreis Lüneburg, diese Qualifizierung für Kindertagespflegepersonen an.

Bereits tätige Kindertagespflegepersonen können sich zu Fortbildungen und regionalen Vernetzungstreffen bei der Fachberatung anmelden.

Aktuelles März 2021

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Kultur und Weiterbildung
Finden Volkshochschul- und Musikschulkurse und andere außerschulische Bildungsangebote statt?

Der Präsenzunterricht sowie seit dem 13. Februar 2021 auch der sogenannte aufsuchende Unterricht im Bereich der außerschulischen Bildung, vor allem in Volkshochschulen, Musikschulen und Einrichtungen der kulturellen Bildung sind untersagt (§ 14a). Zulässig ist die Durchführung von Prüfungen und die Bildungsberatung, sofern dabei das Abstandsgebot und die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden.

Nicht erfasst vom Verbot des Präsenzunterrichts sind die Abschlussklassen der Vorbereitungskurse für staatliche Schulabschlüsse im Zweiten Bildungsweg, wobei die Gruppengröße, analog zu den Regelungen für Lerngruppen an Schulen, 16 Personen nicht überschreiten darf.

Eine Ausnahme nach § 2 Abs. 3 Nr. 6 für Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung liegt nur vor, wenn ein Bezug zu einem angestrebten oder dem ausgeübten Beruf besteht. Dies kann zum Beispiel im Bereich von Angeboten der außerbetrieblichen Berufsausbildung, den nach SGB II und SGB III geförderten Qualifizierungs- und Arbeitsförderungsmaßnahmen sowie den berufsbezogenen Zertifikatskursen der Fall sein.

Die Teilnahme an Integrations- und Berufssprachkursen hat hingegen keinen konkreten Bezug zu einem angestrebten oder dem ausgeübten Beruf und ist daher als Präsenzunterricht unzulässig.

Die Untersagung von Präsenzunterricht und aufsuchendem Unterricht gilt zunächst bis zum Außerkrafttreten der Corona-Verordnung am 7. März 2021. Weiterhin möglich sind Online-Weiterbildungsangebote.