Kindertagespflege im Haushalt der Eltern

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist diese Form der Kindertagespflege als „Kinderfrau“ bekannt. Im Fachgespräch ist damit der/die KinderbetreuerIn gemeint.

Wenn Sie Kinder im Haushalt der Eltern betreuen, sind Sie als Kindertagespflegeperson üblicherweise nicht selbständig tätig, sondern von den Eltern angestellt.

Die Eltern sollten eine private Haftpflichtversicherung für das Kind sicher stellen.

Eltern, die eine Kinderbetreuungsperson einstellen, werden Arbeitgeber. Wenn sie als Kinderbetreuungsperson auf Geringfügigkeitsbasis eingestellt werden, d. h. einen Verdienst bis zu 450,— € haben, ist die Minijob-Zentrale eine mögliche Beratungsstelle. Eine Telefonische Beratung gibt es unter der Telefonnummer 0355-2902.

Über einen Verdienst von 450,— € hinaus sind Eltern als Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig gegenüber Ihnen als angestellter Kinderbetreuungsperson.

Bei einem Einkommen von 451,— € bis 850,— € kann ein Midijob für Sie interessant sein. Sie bekommen als Tagespflegeperson die kompletten Leistungen aus den Sozialversicherungen trotz reduzierter Beiträge. Weiteres zu Vor- und Nachteilen des Midijobs lesen Sie hier.

Für die Organisation des Einstellungsverhältnisses — auf Minijobbasis, als Midijob oder regulär versicherungspflichtiges Anstellungsverhältniss — ist es irrelevant, ob Sie eine Pflegeerlaubnis haben oder nicht. Wenn die Eltern jedoch eine Bezuschussung durch das Jugendamt beantragen möchten, zahlt das Jugendamt für die qualifizierte Kindertagespflegeperson mit Pflegeerlaubnis 3,90 € je Kind und Stunde.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Menupunkt Pflegeerlaubnis.