Unfallversicherung der Kinder und der Kindertagespflegepersonen

Unfallversicherung der Tageskinder in der Kindertagespflege

Die Tageskinder in der Kindertagespflege sind während der Betreuung durch eine geeignete Kindertagespflegeperson mit Pflegeerlaubnis im Sinne des § 23 SGB VIII kraft Gesetz über die Landesunfallkasse Hannover unfallversichert. Das gilt unabhängig davon, ob die Kindertagespflegeperson im Haushalt der Eltern oder im eigenen Haushalt tätig ist (§ 2 Abs.1 Nr. 8a SGB VII, gesetzliche Unfallversicherung).

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Tageskinder dann nicht unfallversichert sind, wenn die Kindertagespflegeperson keine Eignungsfeststellung durch das örtliche Jugendamt erhalten hat.

Die Kinderbetreuungsperson würde dann ohne Erlaubnis des Jugendamtes tätig sein.

Die Eignungsfeststellung wird mit der schriftlichen Pflegeerlaubnis durch das Jugendamt der Stadt bzw. des Landkreises Lüneburg beurkundet.

Tipp: Lassen Sie sich in jedem Fall die gültige Pflegeerlaubnis der Kindertagespflegeperson oder Kinderbetreuungsperson zeigen.

Unfallversicherung der Kindertagespflegeperson

Eine Unfallversicherung schützt eine Tagespflegeperson vor den Folgen bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Versichert sind als Arbeitsunfall auch die Fahrten im Rahmen der Tätigkeit als Tagespflegeperson.

Tagespflegepersonen, die in einem angestellten Arbeitsverhältnis arbeiten, müssen durch die Arbeitgeber, z.B. die Eltern oder Betriebe, bei den Landesunfallkassen versichert werden. Die Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung sind allein vom Arbeitgeber zu tragen.

Selbstständig tätige Tagespflegepersonen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert (nach § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII). Zuständig ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Die Beiträge werden rückwirkend für das vergangene Kalenderjahr erhoben und müssen dort jeweils erfragt werden.

Die gesetzliche Versicherung geht einer privaten Versicherung vor.

Bei öffentlich geförderter Kindertagespflege werden die Kosten für die Unfallversicherung durch das zuständige Jugendamt übernommen, wenn die Voraussetzungen nach § 23 SGB VIII erfüllt sind. Die erstatteten Beiträge zählen nicht zu den einkommensteuerpflichtigen Einnahmen. Auskunft erteilt das zuständige Jugendamt vor Ort.