Betreuungsvertrag

Die Betreuungsmodalitäten besprechen Sie individuell mit der Kindertagespflegeperson und halten Sie in einem privatrechtlichen Vertrag fest. Klare Vereinbarungen zwischen Ihnen als Eltern und der Kindertagespflegeperson helfen, das Konfliktrisiko möglichst klein zu halten. Schließen Sie für jedes Kind einen eigenen Vertrag ab.

Der Betreuungsvertrag ist Grundlage zur Kostenübernahme der Kindertagespflege durch die Jugendämter.

Die Fachberatung Kindertagespflege empfiehlt, den Betreuungsvertrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege als Grundlage zu nutzen. Die Kindertagespflegepersonen werden bereits während der Qualifizierung auf der Grundlage des empfohlenen Betreuungsvertrages geschult. Diesen Vertrag in doppelter Ausführung können Sie sich zum Selbstkostenpreis von 4,50 € in der Fachberatung Kindertagespflege des ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Lüneburg abholen oder zuzüglich der Versandkosten von 1,45 € auf Rechnung zuschicken lassen.

In einem Betreuungsvertrag sollten mindestens folgende Punkte geregelt werden:

  • Beginn und zeitlicher Umfang der Kindertagespflege
  • Ort der Betreuung
  • Laufende Geldleistung für Essen
  • Hygieneartikel (werden Windeln etc. selbst mitgebracht?)
  • Urlaub der Kindertagespflegeperson
  • Regelung der Verlässlichkeit und Flexibilität der Kindertagespflege
  • Unverschuldete Verhinderung der Tagespflegeperson
  • Verhalten bei Unfällen, Erkrankungen, Arztbesuchen des Kindes u. Ä.
  • Bekleidung und Ernährung des Kindes
  • Besondere gesundheitliche Aspekte des Kindes
  • Schweigepflicht der Tagespflegeperson bzw. der Personensorgeberechtigten
  • Kündigung des Betreuungsvertrages
  • Haftpflichtversicherung der Kindertagespflegeperson (Tätigkeitshaftpflichtversicherung)
  • Berücksichtigung der Rechte und Wünsche des Kindes
  • Verpflichtung zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Kindertagespflegeperson und Personensorgeberechtigten

(Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Kindertagespflege Broschüre, Verlag Herder, S. 24